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Lungen-Mittellappen: Resektion bei Herdfunktion

Operative Maßnahmen an der Lunge sind nur selten sinnvoll und angesichts des Systemcharakters der Erkrankung extrem restriktiv zu indizieren. Gelegentlich zeigt sich der Mittellappen jedoch deutlich akzentuierter beeinträchtigt als die restliche Lunge. Der Mittellappen bekommt so eine "Herdfunktion", so dass Patienten mit einer solchen Konstellation durchaus von einer Resektion profitieren können.
Trotz nasaler Gabe von topischen Steroiden kommt es immer wieder zur Entwicklung einer massiven Polyposis mit totaler Ausmauerung der Nasennebenhöhlen mit Gewebemassen und gelegentlich sogar zu einer durch den Wachstumsdruck der Schleimhaut verursachten deutlich sichtbaren Verbreiterung der Nasenwurzel. Exstirpierende Operationen sind hier notwendig. Akute Exazerbationen sind möglichst nach Antibiogramm gezielt zu therapieren. Eine kontinuierliche Überwachung der Sputumflora (4-6 mal jährlich) hat sich bewährt.
Bei deletären Krankheitsverläufen wurden Lungentransplantationen schon mehrfach mit Erfolg durchgeführt.