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Schule und Bildung

In einem inklusiven Bildungssystem lernen Menschen mit und ohne Behinderungen von Anfang an gemeinsam. Homogene und damit separierende Lerngruppen werden nicht gebildet. Von der Kindertagesstätte über die Schulen und Hochschulen bis hin zu Einrichtungen der Weiterbildung wird niemand aufgrund einer Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen. Vielmehr ist es die Aufgabe des Bildungssystems, durch Bereitstellen von speziellen Mitteln und Methoden einzelne Lernende besonders zu unterstützen und zu fördern. Nicht das Individuum muss sich also an ein bestimmtes System anpassen, sondern das System muss umgekehrt die Bedürfnisse aller Lernenden berücksichtigen und sich gegebenenfalls anpassen.

 

Kinder mit der Diagnose PCD sollen in jedem Fall die regulären Schulen und Bildungseinrichtungen besuchen können. Im Alltag gelingt dies in gesundheitlich stabilen Phasen grundsätzlich gut. Wichtig ist, dass die Diagnose PCD und mögliche körperliche Einschränkungen gegenüber Lehrpersonen und der Leitung der Bildungsstätten offen deklariert werden. Der Hintergrund für Abwesenheiten infolge Krankheit oder Einschränkungen im schulischen Alltag ist dann von Anfang an bekannt. Das betroffene Kind und seine Eltern haben den Anspruch, dass Einschränkungen im Schulalltag auf Grund der Krankheitsfolgen angemessen und mit möglichst wenig Ausgrenzung behandelt werden. Sie dürfen keinen langfristigen Nachteil für den Erfolg der Schulbildung auslösen. Das betroffene Kind soll wenn immer möglich von Ausgrenzung und Benachteiligung in Folge der Krankheit geschützt bleiben. Bei häufiger oder längerfristiger Abwesenheit in der Schule in Folge der Krankheit empfiehlt es sich, rechtzeitig individuelle Lösungen für die erfolgreiche schulische Entwicklung anzustreben.

Kindern mit PCD sollen im Bildungssystem alle Möglichkeiten offen stehen. Sie sind bei allen Aktivitäten dabei, die für sie möglich sind und die sie mögen. Gleichzeitig muss auf ihre körperlichen Einschränkungen gebührend Rücksicht genommen werden. Insbesondere bei körperlich anstrengenden Aktivitäten soll vorzeitig ein möglicher Verzicht auf oder Ausstieg aus gewissen Tätigkeiten eingeplant werden, welcher das Kind möglichst wenig ausgrenzt und ihm die Gewissheit gibt, nicht in überfordernde Situationen zu geraten.

Kinder mit PCD dürfen im Alltag bei körperlichen Aktivitäten überall mitmachen, müssen aber nicht.

So kann das Kind mit PCD frühzeitig lernen, seine Kräfte ohne Angst vor Ausgrenzung so einzuteilen, dass es sich trotz Beeinträchtigung wohl und integriert fühlt.


 

 1 in Anlehnung an: www.inklusion-schule.info/inklusion