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Teilhabe UN-Behindertenkonvention - Übereinkommen

über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Seit 2006 gibt es die UN-Behindertenkonvention, welche bis Mai 2014 von 144 Staaten ratifiziert wurde. Diese gilt für alle Menschen mit irgend einer Form von Behinderung oder auch einer chronischen Krankheit, also auch für Menschen mit der Diagnose PCD. Die Auswirkungen der Krankheit wie der körperlichen Beeinträchtigungen können die Teilhabe am Leben einschränken.

Die wesentlichsten Grundsätze der UN-Behindertenkonvention sind in den Artikeln 1 (Zweck) und 3 (Allgemeine Grundsätze) aufgeführt:

Art. 1    Zweck
Zweck dieses Übereinkommens ist es, den vollen und gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten und die Achtung der ihnen innewohnenden Würde zu fördern.

Zu den Menschen mit Behinderungen zählen Menschen, die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können.
(...)

Art. 3    Allgemeine Grundsätze

Die Grundsätze dieses Übereinkommens sind:

a)    die Achtung der dem Menschen innewohnenden Würde, seiner individuellen Autonomie, einschließich der Freiheit, eigene
       Entscheidungen zu treffen, sowie seiner Unabhängigkeit;
b)    die Nichtdiskriminierung;
c)    die volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft und Einbeziehung in die Gesellschaft;
d)    die Achtung vor der Unterschiedlichkeit von Menschen mit Behinderungen und die Akzeptanz dieser Menschen als Teil der menschlichen
        Vielfalt und der Menschheit;
e)    die Chancengleichheit;
f)     die Zugänglichkeit;
g)    die Gleichberechtigung von Mann und Frau;
h)    die Achtung vor den sich entwickelnden Fähigkeiten von Kindern mit Behinderungen und die Achtung ihres Rechts auf Wahrung ihrer
       Identität. 1


Diese Behindertenkonvention ist die völkerrechtliche Grundlage für die Forderung nach weit gehender Teilhabe von Menschen mit der Diagnose PCD am schulischen, beruflichen und gesellschaftlichen Leben. Die Beeinträchtigungen der Krankheit sollen für PCD-Betroffene kein Hindernis sein, die Teilhabe in allen Lebensbereichen wahrnehmen zu können.

 


1 Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen - New York, 13. Dezember 2006